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Zusammenfassung der F|H Campaign
16.12.2009 - 22:21 von Cicero

 Die Kampagne war ein voller Erfolg.
Auch die schönste Kampagne geht einmal zu Ende, und so wollen wir die besinnliche Vorweinachtszeit zu einem Rückblick auf die Forgotten Honor Campaign "Hell in the Trenches" nutzen. Vereinzelte Vorbehalte, ob es tatsächlich gelingen werde 64 Spieler auf einem 1918- Server zu versammeln- und das auch noch über 10 Wochen hinweg, sind glänzend widerlegt worden. Rückblickend kann das Tunier als voller Erfolg verbucht werden, zumal seit dem Major Release 1 im März 2004 auch schon ein paar Jährchen ins Lande gezogen sind.
Von den windgepeitschten Höhen der Vogesen und der eisigen Champagne durch die Blutmühle von Verdun führte der Weg auf nebelverhangene Berge und durch hart umkämpfte Wälder schliesslich zu bisher ungeahnten Materialschlachten epischen Ausmaßes.
Das Ergebnis wird da fast schon zur Randnotizen, soll aber auch nicht unerwähnt bleiben:
Mit 15893 : 3538 Tickets , 37:15 Runden und 6:2 Schlachten konnten die von Dutchy und Weltall angeführten Mittelmächte die Kampagne deutlich gewinnen. Nachdem sich schon sehr früh die deutliche Überlegenheit der Deutschen abzeichnete, konnte auch eine von Vellern angeführte Fremdenlegion keine Wende für die Entente (Leitung: Fidelis und Kommandant Lutz) herbeiführen. Dennoch zeigte diese Nehmerqualitäten und konnte auch immerhin zwei Ehrentreffer erzielen.
Für unsere Leser wollen wir die zurückliegenden Spiele nochmal zusammenfassen. Auch Interviews und ein Ausblick auf die nächste Forgotten Honor- Kampagne gibt es zu bestaunen.



 Kaum für möglich gehalten: 64 Spieler bei 1918

Die ersten beiden Probeschlachten (Scrims) wurden in winterlichem Ambiente in den Vogesen und der Champagne ausgefochten. In beiden Spielen konnten sich die Deutschen mit 5:2 und 5:1 durchsetzen. Die Vogesenschlacht gestaltete sich recht ausgeglichen, man merkte beiden Seiten noch eine gewisse Unsicherheit und Nervösität an. Bestimmend war hier die schwere Artillerie, die von beiden Seiten auf die umkämpfte Mitte der Ebene feuerte. Auch Panzer kamen zum Einsatz und rundeten den gelugenen Tunierstart ab.
Bei der Winterschlacht in der Champagne gab es hingegen nur Infanteriegefechte, bei denen es der Entente lediglich in einer Runde gelang, die deutschen Verteidiger einzukesseln. Ansonsten rannte man vergebens gegen eine gut organisierte Defensive an.



Battle 1: Argonnerwald 4463:0
Auch Commander Clausewitz war entsetzt über die französische Performance im Argonnerwald: Plan- und mutlos wurde die Entente hier völlig überrannt. Während die Deutschen couragiert vorranstürmten, verhielt die Gegenseite sich passiv ohne aber eine wirksame Verteidigung des Grabens zu organisieren. Alle 10 Runden wurden klar gewonnen. Fast erschien es so, als hätte die linksrheinische Generalität les poilus labberige Baguettes anstatt aufmunitionierte Lebel in die Hand gedrückt.

Battle 2: Operation Gericht 1652 : 252
Die zweite Schlacht führte in die Hölle von Verdun, wobei sich der Franzmann abermals in der Opferrolle suhlte. Bedingt durch ein technisches Problem, demzufolge die Entente nur wenige Mannen im ersten Graben spawnen konnten, wurde dieser sehr schnell eingenommen. Der Kampf fokussierte sich daraufhin auf die Hügelkette, wo sich der Teutone nach zähem Ringen festsetzen konnte. Aus Gründen des Fair- Plays beschlossen die Deutschen ihren Angriff verzögert vorzutragen, damit der erste Graben besetzt werden konnte. Dadurch gestalteten sich die folgenden Runden etwas ausgeglichener; dennoch sank die französische Moral und es griff Fahnenflucht um sich. Dies ging so weit, dass ein ganzes deutsches Regiment die Seiten wechseln musste, damit das Spiel fortgesetzt werden konnte.


Battle 3: Aube de Soiree 2529 : 53

Die erneute deutliche Unterlegenheit der Entente und die massive Fahnenflucht führte dazu dass eine Gruppe deutscher Elite- Spieler, angeführt durch Vellern kollektiv die Seiten wechselte. Nachdem die vorherigen Schlachten durch Infanterie dominiert wurden, kam es hier zu einer Panzerschlacht die taktisches Geschick erforderte. Auch in dieser Disziplin hatten die Deutschen die Nase vorne; ihre Dominanz war aber nicht mehr so erdrückend, und der Entente gelang es auch durch eine ansehliche Mannschaftsleistung eine Runde zu gewinnen.

Battle 4: Nebelberg 36 : 1132
Weil es nach der Schlacht auf Aube de Soiree zu Diskussionen um eine angebliche Materialunterlegenheit der französischen Seite kam, entschloss sich die Tunierleitung dazu, auf Nebelberg die Seiten umzudrehen, sodass nunmehr die Deutschen angriffen. Dadurch sollte die o.g These überprüft werden. Wirklich gelang dies nicht, denn hier haben die Angreifer traditionell einen schweren Stand. Und so konnten die verteidigenden Franzosen alle Runden bis auf eine gewinnen. Die Deutschen klopften sämtliche Angriffswege ab, konnten aber meist nur eine Fahne einehmen. Auch Luftlandeoperationen wurden vereitelt, waren aber schön anzusehen.



Battle 5: Roye 2966 : 0
Auf Roye konnten die Deutschen wieder an alte Erfolge anknüpfen und einen klaren Sieg nach Hause fahren. Es wurde abermals taktisch diszipliniert agiert und es gelang dem Franzosen nicht einen Brückenkopf zu etablieren. Das Ufer wurde intelligent und gestaffelt verteidigt, zudem konnte der Gotha Bomber allzuoft ungestört seine verherrenden Runden drehen. Da die Deutschen auch den Himmel über Roye kontrollierten, herrschten sie über die Ballonflagge, welche die Franzosen gebraucht hätten um den Ticketbleed umzudrehen.



Battle 6: Mont Kemmel 1267 : 78
In den ersten 3 Runden wurde der Kemmelberg von den Deutschen im Handstreich genommen, indem es ihnen gelang ein Infiltrationskommando unbemerkt zur französischen Basis zu schleusen und diese zu besetzen. In den darauf folgenden Kesselschlachten waren die Franzosen dann ohne jede Chanche. Erst in den letzten beiden Runden wurde die Basis bewacht und man beschränkte sich darauf, die Bunkerlinie zu halten sodass der deutsche Vormarsch dort zum Stehen kam und die Runden durch Ausbluten gewonnen wurden- in der knappsten und spannensten aller Tunier- Runden entschied die Winzigkeit von 2 Tickets über den Sieg.

Battle 7: Chemin des Dames 0 : 2023
Mit Chemin Des Dames wurde ein absolute 1918- Klassiker zum Austragungsort. Durch die umstrittene Entscheidung der Tunierleitung, den Franzosen zwei Panzer zur Seite zu stellen, wurde das jahrelang ausjustierte Balancing jedoch auf den Kopf gestellt: Den Deutschen gelang kein Durchbruch, nur einmal konnte überraschend die Basis genommen wurde. In allen anderen Runden blieb der Angriff im Stellungskrieg stecken, sodass die Entente sich nur noch aufs Verteidigen beschränken musste, was auch insbesondere mithilfe des Charron prächtig gelang.


Battle 8: Amiens 2980 : 0
Zum Abschluss der Kampagne gab es auf Amiens keine Überraschung mehr. In nur 4 langen Runden gelang es den angreifenden Franzosen erst viel zu spät die erste Linie einzunehmen sodass ihre Tickets abgelaufen waren bevor sie einen ernsthaften Stoss auf die 2. Linie vortragen konnten. Die Masse an vorrollenden FT17 wurde meist durch Zeppelin und Feldartillerie pulverisiert. Auch gelang es der Entente nicht die Luftherrschaft zu erringen, sodass ihre umfangreiche Bomberflotte nicht effektiv eingesetzt wurde. Dennoch machten sich auch hier keine Auflösungserscheinungen bemerkbar und alle Polius hielten bis zum Schluss der Republik die Stange.

Aber auch die Meinung der Leserschaft interessiert uns: Was ist euer persönliches Fazit der F|H Campaign? Eure Gedanken könnt ihr unter anderem hier platzieren.
Zum Schluss möchten wir dem geneigten Leser noch ein Interview mit den beiden Anführeren der Mittelmächte und der Entente, Dutchy und Fidelis anbieten. In diesem verarbeiten sie ihre persönlichen Eindrücke von der Kampagne und geben Auskunft über die nächste Forgotten Honor- Kampagne:

Inside 1918: Wie fällt euer Fazit der Kampagne aus?

Fidelis: Insgesamt ist es eine sehr positive Erfahrung. Das Teamplay war der beste Teil, auf beiden Seiten wie ich meine. Es gab viele Spieler, die vorher kein 1918 oder eine Kampagne gespielt haben, was einige -glücklicherweise nur kleine- Probleme verursacht hat.
Beide Seiten haben hart gespielt und hatten eine grossartige Zeit, mit einem verdienten
Sieg der Mittelmächte am Ende.
Dutchy: Ich denke dass dieses Tunier ein grosser Erfolg war. Am Anfang war es etwas schwierig Euch alle zu finden und zu motivieren, aber sobald ihr davon wusstet stiegen die Zahlen rapide an. Wir hätten niemals erwartet fast jede Schlacht einen vollen Server zu haben und das war wirklich grossartig. Ich kann sagen dass ich das Tunier wahrhaft genoss und so ging es den meisten anderen Spielern. Daher ist es definitiv sinnvoll in der Zukunft eine weitere Kampagne zu starten!


Inside 1918: Was war aus eurer Sicht gut, was schlecht an der Kampagne?

Fidelis: Wie schon gesagt war das Teamplay der beste Teil. Ich war ebenso beeindruckt von der Macht der Artillerie, besonders der 5er Batterien. Die Maps waren nett gebaut und boten einiges an Spass. Grabenmaps, zu stürmende Hügel, Defensivstellungen die um jeden Preis gehalten werden mussten- es gab jede Woche eine neue Herausforderung. Was die schlechte Seite angeht, muss ich eines betonen: Wir fanden die französische Ausrüstung nachteilhaft, sowohl was die Fahrzeuge als auch was die Spielerklassen angeht.
Zum Beispiel war der deutsche MG- Schütze einfach zu stark verglichen mit dem französischen, vor allem wenn sie in grosser Zahl eingesetzt wurden und es nicht viele Flankierungsmöglichkeiten gab. So hat das deutsche MG 08/15 fünfmal soviel Muition und die doppelte Feuerrate des französischen Chauchat. In Clanwars mag das kein Problem sein, wenn es 8 Spieler auf jeder Seite gibt. Aber in 32 vs. 32 Spielen ist dies ein grosses Problem für die französische Seite. Und es war ja nicht nur der MG- Schütze, es gibt ja auch noch Fokker oder A7V...die Entente war in den meisten Spielen signifikant benachteiligt.
Dutchy: Das Gute war sicherlich der Teamgeist und der Spass den wir alle hatten. Alleine schon BF1918 mit 64 Spielern zu spielen war wunderbar. Die schlechte Sache war sicherlich das Balancing. Wir hatten auf beinahe jeder Karte damit Probleme und das war sicher der schwierigste Teil der Kampagne. Aber was ich wirklich toll fand war dass Inside1918 uns dabei half die Maps zu balancen und für uns zu werben. Ich hoffe wir haben euch einen Motivationsschub gegeben um eure Arbeit an dieser Mod weiter fortzuführen!


Inside 1918: Welche Schlacht gefiel euch am besten und wieso?

Fidelis: Battle 7: Chemin Des Dames. Das war am nähesten an dem dran an dem ersten Weltkrieg, wie er in Büchern und Filmen beschrieben wird. Schlamm überall, alle Gräben werden permament beschossen und MGs machen jeden nieder der versucht offenes Gelände zu passieren- es war toll das so umgesetzt zu sehen. Und sobald deutsche und französische Truppen in den Gräben aufeinandertrafen gab es eine Menge Arbeit für Spaten und Bajonette- da war wirklich kaum noch Zeit für etwas anderes. Ein reines Gemetzel mit 64 Spielern die in den Gräben aufeinander los gingen macht Chemin Des Dames zu einer Schlacht die ich in guter Errineurng behalten werde.
Dutchy: Battle 8: Amiens. Diese Karten war grossartig, sie bot alle Aspekte des Krieges, von Infanterie über Artillerie und Flugzeuge zu Panzern. Diese Karte war die Art von Maps die wirklich für ein Tunier geeignet ist, weil sie so gross ist und soviel zu bieten hat und damit auch allerlei strategische Möglichkeiten ermöglicht.


Inside 1918: Was waren eure persönlichen Highlights während der Kampagne?

Fidelis: Nun, als Kommandant gewöhnte ich mich daran, die meiste Zeit auf die Minimap zu staren um Befehle an die Regimente zu geben und einen Weg zu finden den Gegner zu überlisten. Einen Plan gut ausgeführt zu sehen gab mir die grösste Freude. Davon abgesehen gab es Zeiten, in denen ich in vorderster Front kämpfte, und auch hier gab es einige fantastische Momente. Zum Beispiel sprang ich auf Mont Kemmel in einen Bunker der zu der Zeit von den Mittelmächten gehalten wurde und messerte - als Sniper- alle dortigen Verteidiger, bis wir die Fahne wieder kontrollierten. Wir haben diese Runde 2:0 gewonnen, was sehr knapp und spannend war.
Aber ich war nicht alleine, jeder Spieler hatte während der Kampagne seine Momente des Ruhmes. Gewissermassen war jeder ein Held.
Dutchy: Einer meiner persönlichen Highlights war die Runde auf Mont Kemmel die wir 0:2
verloren. Leider war dies die einzige Schlacht, an der ich nicht teilnehmen konnte, aber
ich kann mir vorstellen wie es sich anfühlte. Auch die Stimmung während der ganzen
Kampagne war grossartig. Ein weiteres Highlight war die erste Probeschlacht, bei der wir
sofort einen vollen Server hatten. Das war ein tolles Gefühl nach wochenlanger
Vorbereitung. Auch die Spielberichte von Inside1918 möchte ich besonders hervorheben, es
war immer schön diese jede Woche zu lesen.


Inside: Was könnt ihr unseren Leser über die kommende Forgotten Honor Kampagne in Südostasien erzählen?

Fidelis: Nun, es ist sehr aufregend an der Planung zu arbeiten, und ich kann versprechen dass es ebenso aufregend sein wird diese Kampagne zu spielen. Es gibt Urwald- Karten mit vielen Hinterhalten, Deckung, taktischen Möglichkeiten und Ausrüstung, was es zu einer weiteren tollen Erfahrung machen wird. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen um alle Spieler mit Geschmack für massive Schlachten und exzellentes Teamplay einladen hier mitzumachen. Alles was ihr dafür tun müsst, ist euch auf http://forgottenhonor.com zu registrieren sobald die Kampagne startet, vorrausichtlich im Januar. Ich möchte auch anmerken, dass ich hoffe dass die zurückliegende BF 1918 Kampagne nicht
die letzte war bei der ich teilnehmen konnte. Wenn sich die Gelegenheit bietet, werde ich gerne wieder mitspielen- das Szenario mag ein anderes sein, aber die grossartigen Stunden voller Freude an BF1918 werden die gleichen sein.
Dutchy: Die nächste Kampagne wird in Südostasien spielen und wird sehr intensiv werden. Ihr könnt zwischen den Allierten (Australien, England, Niederlande) und Japan wählen. Wir werden die Karten beginnend bei der japanischen Invasion bis zur Niederlage des Kaiserreiches spielen und es wird vermutlich 13 Wochen dauern, also 13 Schlachten bieten.
Anders als die BF1918 Kampagne haben wir diese schon einmal gespielt, so ist auch jede Karte speziell für das Tunier angefertigt und balanced. Hierfür werden wir unseren FHT- Minimod spielen, benötigt wird dafür die Forgotten Hope Mod. Auch wenn ihr Forgotten Hope noch nie gespielt habt oder es nicht mögt, solltet ihr es wirklich ausprobieren. Glaubt mir, dass es wirklich etwas anderes ist das Ganze organisiert und mit Teamplay zu spielen als auf einem Public Server. Ich hoffe euch alle in der nächsten Kampagne wieder zu sehen und dass ihr diese ebenso geniessen werdet wie die Battlefield 1918 Kampagne!
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